Die Wehen haben nun, so gegen fünf, halb sechs, noch einen Abstand von circa fünf Minuten und dauern etwa eine Minute lang an, aber sie werden schon zunehmend stärker.

Die erste Hebamme, die auch das CTG anhängte, ist eine stämmige Filipina (?) und sichtlich nicht mehr sehr erfreut noch allzuviel zu unternehmen, da ihr Nachtdienst um 6:45 zu Ende geht. Doch um halb sieben werden die Wehen so stark, dass Ina in den Kreißsaal (bzw. ins Kreißzimmer) möchte, aber die nächste Hebamme, eine Polin (?), die sehr leise spricht, sodass ich leider die Hälfte nicht verstehe, sieht das noch gelassener als wir und kommt gegen halb acht mit Schmerzzäpfchen. Sie kontrolliert einmal die Stunde die Öffnung des Muttermundes, nun etwa sechs Zentimeter.

Irgendwann nach acht (da beginnt der Dienst der Kreißsaalhebammen) übersiedeln wir vom normalen Krankenzimmer in das Kreißzimmer. [mittlerweile wissen wir auch, dass das »kreißen« im Wort »Kreißsaal« von »kreischen« kommt und seit dem 17. Jhdt. für das »Schreien, der an Geburtsschmerzen leidenden Frauen« steht]

Mit dem Kreißzimmer nimmt uns die Hebamme Barbara in ihre Obhut; als Ina denkt die Schmerzen nicht mehr auszuhalten, der Muttermund aber schon fast ganz offen ist bekommt sie eine Spritze, die etwas schmerzlindernd und krampflösend wirkt. Und von dieser ist sie jetzt noch begeistert, da sie ihr etwas Erholung gönnt, die Abstände zwischen den Wehen steigen auf fünf Minuten an und sie kann dazwischen ein bißchen dösen.

Gegen elf Uhr kommen die Wehen wieder stärker und in kürzeren Abständen, langsam wird es ernst (oder aaron).

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