
gastSEITE | Adrian & Rahel |
|
|
zurück zur Seite von Salome |
|
|
hola amigos y amigas, hola chicos y chicas, hola padres y madres, hola hermanos y hermanas, hola muchachos y muchachas y todos el ecuador nos parece muy interesante. los ninos/bebes se llaman guagua aqui (una palabra indigena) RUBRIK FUER 20-MINUTEN LESER UND LESERINNEN nach 5 wochen genialer und spannender schifffahrt und ueberschiffung des aequators "entdeckt" das ehepaar r. & a. aus bern das langersehnte ecuador. in kuerze leben sie sich in einem schoenen staedtchen im hochland ein und lernen fleissig spanisch. REISEROUTE schiff: rotterdam, hamburg, antwerpeen (belgien), bilbao, vigo >(spanien), atlantikueberfahrt, san juan (puerto rico), cartagena (kolumbien), >colon (panama), panamakanal, buenaventura (kolumbien), guayaquil (ecuador) bus: guayaquil, cuenca (von 0 auf ca. 3000 m und wieder runter auf 2500 >m ueber meer) FUER AUSDAUERNDE MEHRWISSERWOLLER: SCHIFFSREISE TECHNISCHE DATEN / ZUM SCHIFF die laenge betreagt gerade stolze 185 m und die breit nur 32 m. was >fuer uns ein riesen teil darstellte und uns mitunter ganz fest respekt einfloeste, war fuer die seemaenner (maennerwelt) nur ein kleines schiff. es >handelte sich bei der "ccni chagres", so der name des schiffes, nicht um ein reines containterschiff. im gegenteil: es fasst nur etwa 2000 container aber >im schiffbug ist viel platz fuer "schuettware" wie beispielsweise kupfer >aus chile. das frachtschiff ist wie eine kleine stadt auf wasser mit: riesen >6-zylinder motor (kolben ca. 3m lang und ein durchmesser von 50-60 cm; >motorleistung 11400 kw), 3 generatoren, klimaanlage, klaeranlage, kuehlagregat fuer die essenskammer, wasseraufbereitung, stromversorgung... der maschinenraum hat die >groesse einen stolzen einfamilenhauses. aber wie geschrieben, es ist nur etwas kleines... LANGEWEILE: hiermit wollen wir alle skeptiker beruhigen! es wurde uns wirklich waehrend den ganzen fuenf wochen nie langweilig. wir tauchten in eine neue welt ein und fanden immer wieder was neues und spannendes. zudem hatte es ab bilbao noch zwei ganz unterschiedliche touristen: barbara (spanischlehrerin; pensioniert) aus deutschland und mark (photograph; 33 j) aus england. >wir verstanden uns prima mit den beiden. mark werden wir wahrscheinlich wieder treffen, denn er stieg mit uns aus in ecuador. wir durften jederzeit auf die bruecke, wo sich das wichtige geschehen abspielt. jede frage wurde uns beantwortet.. und die sicht vom 7. stock aus ist auch ausgezeichnet! in der 2. haelfte der reise, als es so richtig warm und ruhig wurde, >fand man uns nur noch bei unserem lieblingsplatz: zuvorderst im bug, wo kein motorengeraeusch ist, keine "russluft", nur meer, meer, meer! es ist, >als wuerde man schweben, einfach so uebers meer gleiten! da vorne haben wir viele, >viele fliegende fische gesehen, aber leider nur die schwanzflosse der >delphine. auch die viele gemeinsame zeit, die wir hatten, wurde uns nie zuviel... wir vermissen sie sogar schon, die ruhe und musse vom schiff. die decke ist uns trotz dem engen raum nie auf den kopf gefallen, wir haben die zeit sehr genossen und hatten es auch zusammen sehr gut! eine schoene und >intensive zeit. STELL DIR VOR - fuer landratten (in dieser rubrik wollen wir euch die reise per frachtschiff bildlich >vor augen fuehren. sollte es uns nicht gelingen, der gehe mal auf die folgende homepage: www.frachtschiffreisen.ch.... dort gibt es ein kleines >filmlein zu diesem thema) - ankunft wie im hotel: schoenes wohn- und schlafzimmer inkl. dusche >und bad. einmal woechentlich mit bier-, schleck- und aperozutatenservice, taeglich der steward, der das zimmer (genannt kammer), reinigt. - drei volle, voellste, am voellsten mahlzeiten, kaum zeit zum verdauen... - dann der schreck, beim erstmaligen verlassen des hafens. der motor springt an und setzt damit eine komplette tinguelymaschine in gang: schuettel, ruettel, ratter, zatter, chlefel, taengel... wie sollen wir da nur schlafen? was uns zuerst schrecklich vorkommt, wirkt mit der zeit wie eine droge: teils koennen wir nicht mehr einschlafen im hafen, weil es ploetzlich so >ruhig ist. - zur see: teils so ruhig wie der wohlensee teils eben auch >nicht... aber dazu braucht es ein paar beispiele... - stell dir vor, du hast null promille in deinen blutbahnen und >trotzdem musst du dauernd balancieren... um ins wohnzimmer zu gelangen, geht es zuerst bergauf und im naechsten moment runter, so dass du mit voller kraft auf die bremsen treten musst, willst du nicht in die wohnzimmerwand >donnern, da die berg- bereits wieder zur talfahrt geworden ist... oder hast du >schon mal eine suppe auf der gartenschaukel gegessen und gleichzeitig teller, >glas, pfeffer und salz und diverse gewuerzeflaschen festgehalten, um diese >vor dem sturz zu bewahren... du bist ganz bei sinnen und trotzdem siehst du aus dem bullauge mal das meer und im naechsten moment nur himmel... HAFEN auch hier herrscht gemuetlichkeit, zumindest so lange das schiff nicht fixiert ist... denn danach geht es zur sache. das zeit geld ist wird >hier offensichtlich. vor einem hafen wurden wir jeweils von einem "piloten" empfangen. er stieg via boot zu uns und fuehrte das schiff in "seinem" heimathafen zum richtigen platz. bei einigen haefen waren diese piloten mehrere stunden >an bord so z. b. bei haefen, die nur via einen langen fluss erreichbar >sind. (schelde/belgien 6 h flussfahrt, elbe/hamburg 6 h, panamakanal 1 >tag...). in hafennaehe oder seichtem wasser durfte zudem der motor nicht mehr voll laufen. so uebernahemen diese arbeit sogenannte tugboats, die uns in den hafen zogen... das manoever war immer wieder spannend und wurde jeweils unter groesster sorgfalt durchgefuehrt... im hafen angelangt, kamen wir uns oft vor wie ganz kleine ameisen, die angst hatten, jeden moment von einem "fusstritt" zermalmt >zu werden. grosse kraene, kleine kraene, container lang - kurz, transporter in allen groessen, stapler in der groesse von dinosauriern... jeder hafen >war gleich und doch fand man in der organisation immer wieder unterschiede. nicht >in jedem land konnten wir auch das hafengelaende verlassen, da eben die ware und nicht die touristen vortritt hatten. GESCHICHTEN, DIE DIE SEEFAHRT SCHREIBT die abende mit den matrosen, in ihren kammern, bei bier, cola und asiatischen spezialitaeten waren spannend, stimmten uns aber auch nachdenklich. waehrend die europaeische crew (offiziere und ingenieure) alle fuenf monate fuer jeweils zwei monate nach hause koennen, sind die matrosen teils ueber eineinhalb jahre auf dem dampfer. in der kammer eines matrosen hingen bilder seiner einjaehrigen tochter, die er noch nie gesehen hat... oder der koch, der gerade nach seiner heirat abreiste und seither seine schwangere frau nie mehr gesehen hat. wenn er nach hause gehen wird, wird er die frau mit ihrem 2-3 monatigen kind antreffen. die asiatischen seeleute verdienen auch viel weniger und trotzdem koennen sie damit ihre ganze sippe zuhause ernaehren und sind sehr reiche leute. die matrosen halten zusammen, troesten einander... aber ertraenken oft ihre sorgen und ihr heimweh mit bier. ROTTERDAM - HAMBURG und zurueck richtung Antwerpen diesen umweg machten wir nicht etwa, um uns an die schifffahrt zu gewoehnen. vielmehr waren wir dazu gezwungen, weil das schiff eben entgegen anderslautenden informationen und einer riesen verspaetung gleichwohl hamburg anlief... spontaneitaet und flexibilitaet ist gefragt. BILBAO (resp. ein Vorort) Spanien Hier verbringen wir ganze 4 tage. rachel nimmt drei tage krank, darmgestuerm. immer heisst es wieder, dass wir am naechsten tag abfahren werden... aber da die spanier, ganz zur verwunderung der crew, nachts nicht arbeiten, dauert es eben etwas laenger. diese ware, tonnenweise stahltraeger, >wurde spaeter in cristobal innert 24 h geloescht. freundlicherweise stellen sie nun container mit plastikplanen direkt vor unsere kammer, was diese nicht nur in eine dunkelkammer verwandelt sondern auch weiteren laerm, sympathisches flattern, produziert... an land machen wir die ersten sprachlichen gehversuche. VIGO (Spanien) letztes mal europaeischer boden fuer laengere zeit. von der oelkatastrope, die kurz vorher die ganze kueste galiziens verschmutzte, sehen wir >nichts ausser den schlimmen bildern im spanischen tv. natuerlich sprechen wir >mit den seeleuten darueber, die uns auch ueber ganz miese informieren, die >wir als landratten wohl nicht erfahren haetten. so haben unmittelbar nach dem unglueck viele andere schiffe ihr altoel ebenfalls im ungluecksgebiet >der "prestige" entsorgt... wer merkt das schon, ob es nun etwas mehr oder weniger oel >im meer hat. ATLANTIKUEBERFAHRT (9 1/2 TAGE) werden in der ersten nacht von einen unwetter begruesst. windstaerke 9. potzdonner! resp. potzwelle! gemaess dem tipp der seeleute legen wir uns nachts quer ins bett, damit wir uns nicht ueberrollten resp. erschlagen. fuehlen uns teils in die wiege zurueckversetzt. halt eben winterwetter auf dem atlantik. die naechsten tage werden besser - oder gewoehnen wir uns nur daran? mehrere tage suchen uns sogenannte duenen heim. das sind wellenberge, die sich durch den wind aufbauen, und ueber mehrere hundert km "dahingleiten". unser schiff war wie ein kleines stehaufmaennchen... wenn es mal ins rollen, resp. wanken kam... ja dann erholte es sich auch nicht so schnell. am schlimmsten war es im siebten stock auf der bruecke. manchmal hatten wir das gefuehl, das schiff kippe jeden moment. in solchen zeiten probierten wir die theorie unseres littauischen bordelektrikers, alex, aus, die besagt, dass wir alle gegenstaende nur frei rumfliegen lassen sollen, da sich jeder nur seinen platz suche... und siehe da, auch die runde wasserflasche hielt an der unmoeglichsten stelle an. ok... natuerlich probierten wir dies nicht mit allen gegenstaenden aus. >a propos seekrankheit: die ersten 2-3 tage hatte v.a. adrian ein mulmiges gefuehl und einen flauen magen. unsere maegen waren jedoch darueber erfreut, >dass eure prophezeihungen nicht eingeloest wurden. SAN JUAN (Puerto Rico) wir sind auf amerikanischem boden angekommen! um 02.00 uhr legen wir an, und um 04.00 uhr werden wir durch heftiges tuerklopfen vom aufgeregten chief-officer geweckt : "emigration" ist hier! gesichtskontrolle der ganzen crew ist angesagt. ja, und uebrigens wollen die amerikaner nicht nur wissen, was wir so zu deklarieren haben, nein, unser gewicht, groesse, augen- und >haarfarbe, ... und eben gesichtskontrolle. wir kriegen einen stempel in unseren >pass (fuer nichts haben wir ja nicht dieses visum beantragt) und duerfen dann, nach weiteren stunden schlaf, unsere fuesse auf den amerikanischen boden setzten. das mittelamerikanische flair in san juan gefaellt uns. san juan ist ein schoenes staedchen im spanischen stil... viele farbige haeuser... hier >ist es sehr heiss, sommerkleider angesagt, und dies 2 tage vor weihnachten. von hier aus haetten wir venezuela anlaufen sollen. doch infolge des staatsstreiks liefen wir direkt cartagena an. das risiko war zu gross, wochenlang sitzenzubleiben. WEIHNACHTEN IN DER KARIBIK weihnachtsbaum, freier tag fuer die matrosen, festessen, festansprache >des kapitaens, geschenke,... alles, was dazugehoert, und trotzdem kommt die weihnachtsstimmung nicht so sehr auf. der schnee und die kaelte fehlen eben doch. CARTAGENA (Kolumbien) eine der wenigen (noch) sicheren staedte kolumbiens. in der zeitung >lesen wir von den tausenden entfuehrungen... gegen loesegeld werden die >menschen wieder freigelassen, doch nicht alle haben soviel geld... bei diesen gedanken beschleicht uns doch ein bisschen ein mulmiges gefuehl. in der stadt treffen wir auf pulsierendes leben, suedamerikanische stimmung. die altstadt zeugt >von der kolonialzeit, eine gemuetliche stadt. der hafen ist der organisierteste hafen, den wir angetroffen haben... top modern, schnelle arbeit... nach unserem stadtbummel, zurueck auf dem schiff, ein riesen tumult. aus unserem >schiff ist ein wenig, wirklich sehr wenig oel ausgelaufen! ploetzlich sind saemtliche beamte von ganz cartagena auf der "ccni chagres". die behoerden warten geradezu auf solche "malheurs", dies darf nicht passieren... gibt eine hohe busse und damit gute einnahmen. COLON (Panama) Panama!... ist schoen... aber aermlich. am nachmittag, nachdem wir die stadt besucht haben, legt am pier nebenan ein passagierschiff an. auf dem >pier, in einer riesen halle, wird die scheinwelt panamas aufgebaut. indianer stuerzen sich in "urwaldbekleidung", sind am ganzen koerper bemalen, und >verkaufen verschiedenste souveniers an die touristen. hier ist alles schoen, >sauber, keine bettler,... die touristen gingen besser in die stadt, um das wirkliche leben zu sehen, denn es ist nicht einfach "schoen und haerzig". diese scheinwelt befremdet uns ein wenig. nach 6 stunden ist das schiff wieder weg und >die indios ziehen wieder ihre normalen kleider an. die halle ist wieder leer... bis zum naechsten passagierschiff. PANAMAKANAL um 5.00 uhr morgens gehts los! wir sind voll dabei... der einzige tag, >an dem wir so frueh aufstehen! ein gewaltiger tag! bei tagesanbruch >erreichen wir die ersten 3 schleusen, welche 33m breit sind (zur erinnerung: unser schiff ist 32m breit). 6 lokomotiven ziehen unser schiff in die schleuse. das ganze prozedere -schiff in die schleuse ziehen, schleuse schliessen, wasser auffuellen, schleuse oeffnen, schiff in die naechste schleuse ziehen- dauert 2 stunden. dann sind wir im gatunsee oben. der gatunsee! ein kleines paradies! ein grosser suesswassersee, voller kleiner und groesserer inseln, alle bewaldet mit urwald, einfach wunderschoen! wir sitzen bei sehr heissen temperaturen >auf den liegestuehlen auf dem monkey-deck (zuoberst auf dem schiff, ueber >der bruecke) und staunen! wollen keine minute missen und essen zur ausnahme draussen! nach 5 stunden kommen wir zur engen stelle, zum kanal, wo heute gerade knapp 2 schiffe kreuzen koennen. diese stelle wurde vor kurzem ausgebaut. nach >2 weiteren stunden, wir sind nun vorne im bug, und hoeren die affen und voegel, da es so ruhig ist, kommen wir zu den 3 schleusen, die uns in den >pazifik runter "befoerdern". vor den schleusen steigen jeweils 20 arbeiter zu, >um das manoever durchzufuehren (schiff an den lokomotiven befestigen mit dicken stahlseilen.) 80 km kanal verbindet die beiden ozeane... die ganze geschichte der kanals beruehrt uns. uebrigens: die durchschnittliche gebuehr der kanaldurchfahrt ist 45'000 US$ pro schiff. die niedrigste gebuehr von >0.38 cents zahlte ein gewisser richard halliburton 1928, als er den kanal in 10 tagen durchschwamm! abends um 17.00 uhr fahren wir unter der "bridge of america" durch... diese bruecke verbindet nord-mit suedamerika. ein spannender tag. wir sind im pazifik, unser ziel ecuador kommt naeher! falls ihr noch nicht wisst, >was ihr mit eurer zeit nach der pension anfangen sollt... homepage www.pancanal.com BUENAVENTURA (Kolumbien) hier steigen wir besser nicht aus, da wir ja lieber nicht entfuehrt >werden wollen. die gelegenheit wird uns uns zum glueck gar nicht geboten, da >wir in der nacht laden und am morgen schon wieder ausfahren. AEQUATORTAUFE UND SILVESTERPARTY der kapitaen laedt uns in seine kabine zu einem abschiedsdrink ein, denn bald erreichen wir ecuador. zu diesem anlass ueberreicht er uns den taufschein von neptun. in dieser neujahrsnacht werden wir naemlich den aequator ueberqueren... und da gibt es eben eine taufe und ein neuer name. rachel heisst nun seepferdchen, adrian heisst seeloewe. der kapitaen erzaehlt uns, wie eigentlich eine solche taufe vor sich geht. wir sind froh, dass wir verschont bleiben, denn dies ist x-mal schlimmer als jeder auch nur vorstellbarer polterabend! silvester: barbecue im pazifik, unter freiem himmel. nachdem wir um >21.00 uhr silvester feiern -in burma war es 12 stunden vorher, in europa 6 stunden vorher und im pazifik in 3 stunden- gehts erst so richtig los! >bengalische kerzli, kleine raketen, champagner, tanz und karaoke der burmesen unter freiem himmel. ein spezielles gefuehl: tanzen neben den container, wind im >haar, das meer nebenan, die schaumkronen, wir fahren dauernd... um mitternacht ziehen wir uns zurueck in den bug und schauen den planktonen zu. es ist, als wuerde das meer fluoreszieren. GUAYAQUIL (Ecuador) wir kommen am 1. januar 03 um 22.00 uhr ortszeit an. unser zielhafen ist erreicht. die letzte nacht auf dem schiff... der abschied faellt uns schwer. von den mittouristen, aber auch von der crew. ja, und was erwartet uns denn hier? der hafen ist gefaehrlich, ueberall stehen bewaffnete securitas, sogar auf dem schiff. hier ist eben das drogenpflaster! gerne kommen fremde leute, aber auch hafenarbeiter auf die schiffe, brechen container auf und verstecken drogen, um zu schmuggeln. deshalb muss die schiffscrew nach jedem hafen alle container ganz genau kontrollieren! wir nehmen das taxi direkt zum busbahnhof. guayaquil ist eine stinkige, wueste stadt. es gibt eine touristenzone, >die streng bewacht ist, doch dahin gehen wir nicht. wir finden den bus, dank fremder hilfe schnell. wir sind froh, dass wir es so schnell in den bus nach cuenca geschafft haben. doch schon haben wir das erste suedamerikanische erlebnis: kaum haben es sich alle passagiere im bus bequem gemacht, kommt eine person und erklaert uns, dass wir fuer nach cuenca in einen andern bus >einsteigen muessen! alle personen steigen aus, packen ihr gepaeck zusammen und wechseln also den bus und machen es sich wieder bequem... da kommt schon wieder ein mann, der chauffeuer des andern buses, was wir denn hier machen, sein bus >fahre nach cuenca! stoehn nun auch bei den ecuadorianer... 1mal ist ja noch lustig, aber 2mal... damit wir nach 15 minuten wieder im selben bus sitzen wie vorher! und trotzdem fahren wir mit nur 10 minuten verspaetung los. ERSTE EINDRUECKE -der chauffeur schmeisst allen abfall, den er nicht mehr braucht, zum fenster raus. -unterwegs machen wir kurze stopps, und strassenhaendler steigen in den bus, um ihre fruechte und getraenke zu verkaufen. -ein auto mit ladeflaeche faehrt vorbei, auf der ladeflaeche sitzen 2 kinder zwischen viel abfall, den sie, fahrend, in den strassengraben werfen. -irgendwo liegt ein zappelnder hund, der ueberfahren wurde und dann doch nicht sterben durfte. -auf der strasse wird ein korn getrocknet... die autos umfahren diese stellen (was sie mit den tieren nicht machen!) -im flachland an der kueste sehen wir kilometerweise bananenplantagen. -bergauf ist die strasse eher noch eine piste, nicht mehr geteert und vielen orten haufenweise steine von steinschlaegen. wir kommen in den nebel, >man sieht teilweise noch 10 meter weit! an andern stellen ist die strasse abgerutscht... in der nacht busfahren ist lebensgefaehrlich bei diesen bedingungen. gerade letzte woche gab es wieder einen unfall deswegen. -unser chauffeur faehrt sicher, ruhig und langsam, nicht riskant. wir >sind sehr froh. haben eine gute busgesellschaft erwischt. CUENCA cuenca ist auf 2'300 metern in einem hochlandbecken. es ist eine >schoene, zufriedene, freundliche und im gegensatz zu guayaquil eine saubere >stadt. indem wir verschiedene sprachschulen besuchen, lernen wir die stadt ein wenig kennen. hier hat es viele kirchen, etwa 15 stueck, viele museen und maerkte aller art. fast in jedem hauseingang befindet sich irgend ein kleiner laden... in dieser stadt treffen wir auf gegensaetze: geschaeftsleute in sehr chicer kleidung, arme leute, die auf dem trottoir liegen und betteln, indios in ihrer traditioneller kleidung, mit den kindern oder koerben in den tuechern >auf ihren ruecken, dahinter das internetcafe. der verkehr hier ist schrecklich! es gibt zwar verkehrsregeln, doch >werden sie nicht eingehalten. fussgaenger haben ueberhaupt keinen vortritt... unser neuer spruch lautet:"luege, luege, luege, lose, lose, lose, nid >iischnufe und uebererenne!" wir wissen nicht, wie die aelteren menschen hier die strassen ueberqueren. am 6. januar haben wir nun die sprachschule begonnen. diese schule ist sehr gut organisiert, wir lernen schnell spanisch, lernen viel ueber die >kultur und koennen dazu noch salsa- und kochkurse besuchen. auch machen wir ausfluege in die schoene umgebung. "leider" hat es an dieser schule viele >schweizer, da diese schule in der schweiz sehr empfohlen wird. es ist komisch, aber >auch schoen, nach so langer zeit sich mit fremden leuten wieder einmal in der muttersprache zu unterhalten. die schule hat uns eine familie vermittelt, doch nach einer woche haben wir gewechselt, da es uns gar nicht wohl war. in dieser familie kamen wir >uns eher als stoerefriede vor... und uns schien, dass sie erleichtert waren, als wir sagten, dass wir gehen. der sinn ist eigentlich, dass man als student >ins familienleben integriert wird und viel spanisch spricht... was nicht der fall war. in der neuen familie sind wir sehr wohl! da sind viele leute... die eltern mit den vier kindern, die grossmutter, die tante, das 1. grosskind... es herrscht immer betrieb und wir koennen viel plaudern. die familie nimmt sich viel zeit fuer uns! DAS LEBEN HIER schon die tatsache, dass wir hier sind, macht uns zu reichen leuten, obwohl wir uns ja eigentlich (in der schweiz) nicht als solche sehen! es ist >ein komisches gefuehl. fuer alle auslaender, nicht nur hier, besteht die schweiz nur aus banken...mit diesem image koennen wir schlecht leben, da uns dieser teil der schweiz nicht besonders "geheuer" ist. hier ist alles sehr billig! >ein beispiel: ein komplettes abendessen (vorspeise, hauptgang und dessert) fuer 5.20 franken. nicht jede familie besitzt eine waschmaschine. wer eine hat, waescht mit kaltem wasser. waschen von hand,am fluss oder zu hause, ist in dieser stadt alltag. dass hier beide elternteile arbeiten hat nichts mit emanzipation zu tun, sondern mit schlichter notwendigkeit, um zu ueberleben. seit der dollarisierung ist das leben hier sehr teuer geworden fuer die ecuadorianer. (fruehere waehrung sucre). der mindestlohn ist 100 $ (viele leute verdienen weniger), eine wohnung kostet schnell einmal 120 $. materieller armut hin oder >her: wir spueren lebensfreude und lebensmut. klima: morgens fruehlingshaft frisch, mittags sommerlich heiss und >nachts kalt. die letzten drei tage haben wir unsere aufgaben im t-shirt, braeunend auf dem balkon gemacht. dass es in der schweiz -7 grad ist, hat uns unser hausvater mitgeteilt, und damit eure mails bestaetigt. essen: jeden tag gibt es frische fruchtsaefte von fruechten, die wir >noch nie gesehen haben. sie kochen verschiedene wurzeln... auch viele gemuese sehen wir zum ersten mal. reis gehoert( zum leid von rachel) zu jeder >mahlzeit. auch wenn es noch kartoffeln oder spaghetti gibt. WEITERE PLAENE bis ende januar sprachschule - anfangs februar galapagos-inseln - ab >mitte februar im norden ecuadors - danach oriente (urwald) und wieder >suedwaerts richtung peru. wir koennen euch 2 adressen angeben, wo ihr uns auch post zukommen >lassen koennt. aber achtung: ihr muesst 3 wochen rechnen, bis der brief auch >hier ist. bis spaetestens mitte februar: rachel y adrian huber-roth Ejercito de Salvacion Peter & Katharina Hauri Casilla 17.10.7179 Quito Ecuador bis spaetestens mitte maerz: rachel y adrian huber-roth Hosteria Izhcayluma Vilcabamba Loja Ecuador wir gruessen euch alle ganz herzlich und hoffen, dass euch unser brief, obwohl er sehr lange ist, nicht gelangweilt hat. hasta luego adrian y rachel |
|
|
zurück zur Seite von Salome |
|
reiseBERICHT | reiseFOTO | reiseKARTE | länderINFO | dasFORUM | gastSEITE | guteLINKS | downLOAD | zuAARON |
|||||||||
|
|
|||||||||
www.westafrika.org | david@westafrika.org |
© david scharler |
||||||||